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Beeindruckende 5 Tage in Äthiopien

Hi Leute,
Seit gut einer Woche bin ich wieder zurück aus Äthiopien. Ich hatte in den fünf Tagen die Möglichkeit in eine Welt einzutauchen, die komplett neu war für mich. Ganz bewusst habe ich das Gesehene jetzt erstmal sacken lassen und habe mir Zeit genommen, die Erfahrungen zu reflektieren.

Warum habe ich eigentlich diese Reise gemacht? Ich wollte mit eigenen Augen sehen, wie Right To Play Programme aussehen und funktionieren. Kurzum: Ich wollte einfach sehen, wofür ich mich einsetze.

Dass ich letztlich Programme in Äthiopien besucht habe, war eher Zufall, denn Right To Play arbeitet in 15 Ländern weltweit in Afrika, Asien und dem Nahen Osten. Für eine kleine Gruppe von drei langjährigen Unterstützern von Right To Play war die Reise nach Äthiopien ursprünglich geplant. Ich konnte dann kurzfristig noch mit aufspringen und dabei sein.

Viele Impressionen. Viele neue Erfahrungen
Vor Ort hatten wir einen straffen Zeitplan, um möglichst viele Schulen, in den Right To Play aktiv ist, zu sehen. Right To Play betreibt keine eigenen Schulen, sondern kooperiert mit staatlichen Schulen – immer mit dem Ziel: Steigerung der Bildungsqualität. Konkret bedeutet das, dass Right To Play Lehrer in spielbasierten Lehrmethoden ausbildet und sie dadurch unterstützt, Inhalte kindgerecht zu vermitteln und Unterricht effizient gestalten zu können.

In den Schulen haben wir viele unterschiedliche Eindrücke bekommen: Viel konnte durch die Programme schon bewegt und verbessert werden, aber es bleibt auch noch einiges zu tun.

Mein ganz persönliches Highlight
Zwei Schülerinnen, neunte und elfte Klasse: Vorbilder und Lehrer für Kinder und Erwachsene in ihrer Region. In Maketuri, ca. 80km nördlich von Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba, durfte ich die beiden bei einem Schulbesuch kennenlernen. Unter der Woche gehen sie hier ganz normal zur Schule, aber auch am Wochenende sitzen sie im Klassenzimmer – nicht um selbst etwas zu lernen, sondern um anderen Kindern und Jugendlichen, die zuvor noch nie Zugang zu Bildung hatten, (Nachhilfe-) Unterricht zu geben.

Ihr Einsatz für andere Kinder kam aber nicht bei allen unbedingt gut an. Gerade die eigenen Eltern sahen die Aktivitäten zunächst kritisch und warfen den beiden vor, dass sie sich ja nur vor der Hausarbeit drücken wollten und ihre Eltern im Haushalt nicht genügend unterstützen würden. Unbeirrt davon haben die beiden aber weitergemacht. Als dann Eltern der Kinder, die von den beiden unterrichtet wurden, auf ihre Eltern zugingen und ihnen ihre Dankbarkeit aussprachen, wich der Ärger über das Engagement schnell dem Stolz auf die beiden.

Eine für mich wirklich bewegende Begegnung, die für mich auch sinnbildlich für die Arbeit und Wirkung von Right To Play steht. Nachhaltige Unterstützung durch lokale Right To Play Mitarbeiter, die langfristig mir Kindern, Coaches und Lehrern arbeiten – so kann vieles bewegt und verändert werden.

Aus dieser Nachhaltigkeit heraus und weil ich davon überzeugt bin, dass Bildung der Schlüssel für Entwicklung ist, unterstütze ich Right To Play!

Als letztes sei erwähnt, dass der Organisation keine Kosten für meine Reise entstanden sind.

191205 Äthiopien

 

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