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Mein erster Sieg bei einer Grand Tour

Es fühlt sich immer noch ganz unwirklich an, was gestern passiert ist. Ich habe bei meiner ersten Teilnahme an einer Grand Tour eine Etappe gewonnen. Wahnsinn. Ich kann es kaum in Worte fassen.

Ich bin total froh, dass ich mich von meiner Erkältung halbwegs erholen konnte. Ich habe zwar nicht mehr die Form, wie zu Beginn des Giro. Das liegt aber vor allem daran, dass ich nicht mehr so gut Luft bekomme. Ich habe auch gestern auf der Etappe so viel, entschuldigt bitte die Wortwahl, rausgerotzt, dass es schon nicht mehr feierlich war. Aber die Beine sind eben noch gut genug gewesen, die Konkurrenz in Schach zu halten.

Im Finale habe ich dann natürlich auch etwas gepokert und mich auf den Sprint verlassen. Im Berg bin ich ein Tempo gefahren, um die sprintstärkeren abzuhängen und habe dann am Ende spekuliert. Wenn ich die Form von der ersten Woche gehabt hätte, wäre eine Attacke bei fünf Kilometer vor dem Ziel möglich gewesen, aber jetzt wäre mir wahrscheinlich schon ab zwei Kilometer vor dem Ziel der Motor geplatzt. Also habe ich alles auf den Sprint gesetzt. Ich bin momentan recht schnell. Und im Sprint muss man dann auch nicht mehr viel atmen ;-)

Ich bin jedenfalls total happy, die Stimmung im Team ist grandios und ich muss mich sehr bei Michael Morkov bedanken, der diesen Sieg erst möglich gemacht hat, weil er mich in die Gruppe gefahren hat, die wir vorher verpasst hatten.

Ich kann jetzt schon sehr zufrieden mit dem Giro sein. Zwischenzeitlich hatte ich durch die Erkrankung natürlich einen Hänger, weil ich die gute Platzierung verloren habe. Jetzt bin ich wieder 20., aber mal schauen, ob ich das über die Berge retten kann.

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Foto: Roth Foto | Giro d'Italia, 18. Etappe | 24. Mai 2018

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